DeutschEnglishCzechFrancaisItaliano
Mittwoch, 11. Dezember 2019

Kuenstler

Jens Peter Maintz

Foto: Mat Hennek

17 Jahre lang war die höchste Auszeichnung im Fach Violoncello beim ARD-Wettbewerb nicht mehr vergeben worden, bis JENS PETER MAINTZ 1994 den 1. Preis bei diesem bedeutenden Wettbewerb gewann. Seitdem hat er eine äußerst facettenreiche Konzerttätigkeit entwickelt, die ihn zu einem der vielseitigsten Cellisten unserer Zeit macht. Er sammelte einige Jahre wertvolle Orchestererfahrung als Solocellist des DSO Berlin und bereiste als Cellist des renommierten Trio Fontenay die Welt. Seit 2006 ist er Solocellist des Lucerne Festival Orchesters.

Seine Solistenkarriere brachte ihn mit Dirigenten wie V. Ashkenazy, H. Blomstedt, M. Janowski, F. Welser-Möst und B. McFerrin zusammen, er musizierte dabei mit Klangkörpern wie dem RSO Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem RSO Stuttgart, dem Residenzorchester den Haag und dem Orchester der Komischen Oper Berlin. Neben dem klassischen Repertoire brachte er dabei viele Werke zeitgenössischer Komponisten zur Aufführung, so zum Beispiel die Cellokonzerte von Isang Yun, Jan Müller-Wieland und Georg Friedrich Haas. Jens Peter Maintz ist aber auch ein überaus engagierter und gefragter Kammermusiker. Zu seinen Partnern auf diesem Gebiet zählen K. Blacher, J. Jansen, H. Grimaud, I. Faust, M. Simonyan und W. Christ, außerdem Ensembles wie das Artemis Quartett, das casalQuartett und das Auryn Quartett. Zusammen mit Wolfgang Emanuel Schmidt bildet er das Violoncello-Duo „Cello Duello“. Jens Peter Maintz trat bei bedeutenden Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, dem Lucerne Festival und dem Rheingau Musik Festival auf. Er ist gern gesehener Gast bei den Kammermusikfestivals in Utrecht, Dubrovnik und Kuhmo.

Maintz studierte bei D. Geringas und absolvierte Meisterkurse bei H. Schiff, F. Helmerson, B. Pergamenschikow und S. Palm. Seit 2004 ist er selbst Professor an der UdK Berlin. Ähnlich breit gefächert wie sein Repertoire ist auch die Diskographie von Maintz: Seine bei Sony Classical erschienene Debüt-CD mit Werken von Bach, Kodaly und Dutilleux wurde mit dem ECHO Klassik Preis ausge-zeichnet. Weiterhin legte er eine Aufnahme von Isang Yuns Cellokonzert bei Capriccio vor, eine CD mit romantischem Repertoire aus dem Tschaikowski-Kreis bei Arte Nova und bei Oehms Classics erschien eine Aufnahme mit Werken des Cellisten/Komponisten W. Fitzenhagen. Das Label Berlin Classics veröffentlichte seine viel beachtete Aufnahme mit den Cellokonzerten von J. Haydn, begleitet von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.