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Sonntag, 31. Mai 2020

Kuenstler

Edgar Krapp

stammt aus Bamberg und studierte Orgel bei Franz Lehrndorfer in München und bei Marie-Claire Alain in Paris. Nach dem Gewinn des 1. Preises beim Münchner ARD-Wettbewerb 1971 begann er seine internationale Karriere als Konzertorganist und als Pädagoge. Seither ist er in vielen europäischen Staaten, in Amerika und in Japan aufgetreten. Bekannte Dirigenten wie Rafael Kubelik, Colin Davis, Lorin Maazel oder Horst Stein verpflichteten Edgar Krapp zu Aufführungen mit ihren Orchestern.

Zahlreiche Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen, die vornehmlich an bedeutenden historischen Instrumenten entstanden, dokumentieren sein breitgefächertes, mehrere Epochen bis zur Moderne umfassendes Repertoire. Den Schwerpunkt bilden die Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, die er in Frankfurt, Nürnberg, beim Rheingau-Musik-Festival und in München (dort mit Rundfunk-Live-Übertragung) zyklisch aufgeführt hat.

Von 1974 bis 1993 leitete Edgar Krapp als Nachfolger von Helmut Walcha eine Orgelklasse an der Frankfurter Musikhochschule; darüber hinaus war er von 1982 bis 1991 als Gastprofessor am Salzburger Mozarteum tätig. 1993 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik in München.

In Anerkennung seiner künstlerischen und pädagogischen Verdienste wurden ihm der Frankfurter Musikpreis, der E.T.A.-Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg sowie der Friedrich-Baur-Preis für Musik verliehen. Er ist Mitglied des Direktoriums der Neuen Bachgesellschaft Leipzig und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.